Mind
Für die Schichtleiterstelle habe ich zwei Listen gemacht und festgestellt, dass auf beiden im Grunde die Arbeitszeiten stehen. Mehr Verantwortung schreckt mich nicht besonders, die wechselnden Wochen mit meiner Tochter schon. Ich rechne ständig mit einem Kalender, den ich noch gar nicht kenne. Deshalb will ich beim nächsten Gespräch nach einem wirklichen Dienstplan fragen, nicht wieder nach der allgemeinen Vereinbarkeit, auf die man eine ebenso allgemeine Antwort bekommt. Vielleicht lehne ich dann trotzdem ab. Im Moment kostet das Durchspielen aller Möglichkeiten mehr Zeit als eine konkrete Auskunft, und das ärgert mich an meinem eigenen Verfahren.
Emotion
Meine Tochter wollte dieses Wochenende bei einer Freundin übernachten, ausgerechnet in meiner Woche. Ich habe sofort ja gesagt und war danach schlechter gelaunt, als so eine harmlose Frage verdient. Sie freut sich darauf, und ich freue mich grundsätzlich mit. Nur hatte ich mir den Sonnabend schon recht genau vorgestellt, Frühstück, Einkaufen, vielleicht an den Hafen, ohne sie zu fragen, ob sie das auch vorhatte. Als sie von den geplanten Filmen erzählte, wurde es leichter. Ganz weg war das blöde Gefühl nicht. Ich habe noch für zwei eingekauft. Die zweite Portion kann in den Kühlschrank, das ist nun wirklich kein Unglück.
Body
Auf dem Rad zum Terminal habe ich heute gemerkt, wie fest ich den Lenker halte, obwohl der Wind kaum der Rede wert war. Die Schultern standen fast an den Ohren. Am Schreibtisch ist es ähnlich, besonders wenn ein Plan noch einmal geändert werden muss und ich nicht aufstehen möchte, bevor er stimmt. Die stündliche Pause funktioniert gut, sofern ich die Uhr nicht ignoriere. Auf dem Rückweg bin ich langsamer gefahren und habe die Hände zwischendurch gelockert. Das linke Knie war unauffällig, immerhin. Zu Hause war ich weniger steif als gestern, obwohl die Strecke dieselbe war und ich eigentlich keinen Sport daraus machen wollte.