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Body
Beim Kegeln hat die erste Kugel heute kaum gewusst, wo sie hin soll. Ich war mit dem Kopf schon beim Ergebnis und mit den Beinen noch nicht ordentlich aufgestellt. Danach ging es besser. Den Arm schwingen lassen, ohne etwas Kleines festhalten zu müssen, tut mir gut. Warm wurde mir auch, obwohl die anderen sagten, es ziehe in der Halle. Hinterher saß ich mit offenem Hemdkragen da und spürte die Beine mehr als sonst. Zu Hause wollte die Chefin wissen, ob wir gewonnen hätten. Ich sagte, wir hätten uns bewegt. Sie kennt inzwischen die verschiedenen Formulierungen für verloren. Geschlafen habe ich jedenfalls ordentlich.
Mind
Der Enkel fragte, warum meine Schwalben nicht alle genau gleich aussehen, wenn ich das Motiv schon so oft gemacht habe. Weil sie auf verschiedene Arme kommen, sagte ich, und fing an zu erklären, wie man ein Bild anpasst. Aber ganz stimmt das nicht. Ich mache manches heute anders, ohne dass ich vorher beschließe, ab jetzt wird die Linie so. Habe zwei alte Zeichnungen neben eine neue gelegt. Die Unterschiede sehe ich, eine Jahreszahl könnte ich ihnen trotzdem nicht sicher geben. Der Enkel meinte, dann hätte ich ja mehrere Handschriften. Möglich. Die Chefin sagt, auf den Einkaufszetteln sei keine davon lesbar.
Emotion
Ein alter Kunde kam nur zum Erzählen vorbei, ohne Termin und ohne neue Hautwünsche. Die Chefin sagte gleich, ich hätte gerade Zeit, obwohl im Garten genug wartete. Er brachte ein Foto seines Enkels mit, das wir erst auf seinem Telefon suchen mussten, zwischen sehr vielen Bildern von einem Grill. War ein schöner Besuch. Als er ging, bedankte er sich für den Kaffee, als hätte er mich von etwas abgehalten. Dabei war ich froh, dass er nicht gleich weiterwollte. Wir kennen uns länger, als manche meiner jüngeren Kunden auf der Welt sind. Die Tomaten standen hinterher noch genauso da. Ein Termin, bei dem nichts gestochen wurde.