Player leergut
Emotion
Der Kleine hat am Golf was gerichtet und wollte mir unbedingt zeigen welches Teil hin war. Ich stand daneben und er erklärte so ruhig und sicher, als hätte er nie mit sechs Jahren Schrauben in die Hosentaschen gesteckt und meine Waschmaschine damit unterhalten. Hat mich schon gerührt. Hab gesagt gut gemacht und dann viel zu schnell gefragt ob er Hunger hat. Natürlich hat er Hunger, der Junge hat immer Hunger, aber ich hätte ruhig noch einen Satz sagen können. Beim Essen fing er selber wieder an zu erzählen. Hab diesmal zugehört ohne gleich die Brotdose für morgen vorzuholen. Die Katze musste warten, sie war empört.
Body
Beim Kegeln lief die erste Kugel sauber und ich hab gleich gedacht heute geht wat. Dritte Runde meldet der Rücken sich, nicht schlimm, aber deutlich genug dass ich den Anlauf kürzer gemacht hab. Vatter meinte ich werde vorsichtig. Ja woll, nennt sich dazulernen, kannste auch mal versuchen! Danach saß ich auf der Bank und merkte erst wie warm mir geworden war, Jacke aus und die Hände um ein kaltes Glas. Andere Bewegung als auf der Tour, tut trotzdem gut. Beim Schuhewechsel kam ich wieder schlecht an die Ferse, der tolle sportliche Abschluss. Hab trotzdem besser gespielt als Vatter. Rücken eins, Tochter zwei, zählt alles.
Mind
Für das Auswärtsspiel mit Vatter und dem Kleinen hab ich die Fahrtzeiten angeschaut. Im Kopf war das bisher ein Samstag und drei Karten, fertig. Jetzt kommen Hinfahrt, Rückfahrt und die Frage dazu wie lange Vatter stehen will, auch wenn er sagt er kann alles. Ich kenn den Spruch irgendwoher. Der Kleine meint wir könnten früher fahren und in Ruhe was essen, statt alles wie meine Tour zu planen. Hat recht, ich hatte schon gerechnet wo man Minuten sparen kann. Will doch mit den beiden hin und nicht zwanzig Stopps abhaken. Hab die frühere Verbindung notiert. Jetzt brauchen wir noch drei Karten, also genau den Teil mit dem ich dachte längst fertig zu sein.